Archiv der Kategorie: Aktuelles

call for papers: Nachwuchs-Workshop in Triest

Call for papers : ein Workshop zum Auftakt der diesjährigen Rilke-Tagung in Duino und Triest gibt an einer Promotion Interessierten, Promovierenden und Post-Docs die Möglichkeit, ihre geplanten, entstehenden oder gerade abgeschlossenen Rilke-Projekte gemeinsam mit Expert*innen zu diskutieren (eingeladen sind auch Projekte, die sich neben Rilke mit anderen Autor*innen beschäftigen). Der Workshop am 23. September 2020  hat zum Ziel, den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Projekte zu fördern. Vorgesehen sind 20minütige Präsentationen, die vorab auch als paper eingereicht werden sollen, sowie eine Diskussion. Für die Reise- und Übernachtungsaufwendungen wird ein Zuschuss gewährt.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. März 2020 mit einem max. einseitigen Exposé (in deutscher oder englischer Sprache) und einem knappen CV unter cfp@rilke.ch. Sie erhalten bis zum 1. April eine Rückmeldung.

Rilke-Gesellschaft trauert um zwei Mitglieder

Am 24. 12. 2019 verstarb Frau Dr. Karin WAIS (geb. am 13. 5. 1933), geb. Bergeder, in Tübingen. Frau Dr. Wais war Rilke-Forscherin und langjähriges Mitglied der RG.

In der letzten Januarwoche 2020 starb Prof. Dr. Horst NALEWSKI (geb. 1931) in Velpke. Prof. Dr. Nalewski war von 1992 bis 2004 Mitglied im Vorstand der Rilke-Gesellschaft. Seit 2013 war er auch Ehrenmitglied.

Eine Würdigung folgt in der nächsten Ausgabe der ‚Blätter der Rilke-Gesellschaft‘.

Dichter und Prinzessin

Neuerscheinung: Rilke und Elya Maria Nevar. Eine Freundschaft in Briefen, Aufzeichnungen und Dokumenten, Herausgegeben von René Madeleyn

Dichter und Prinzessin

Für Rilke war Elya Maria Nevar die treue Herzensfreundin der späten Kriegsjahre in München. Er entdeckte sie als junge Darstellerin der Prinzessin Elya in einem mittelalterlichen Georgsspiel, das ihr späterer Ehemann Max Gümbel-Seiling inszenierte. Rilke besuchte alle Aufführungen dieses Spiels, ohne zunächst auf sie zuzugehen. Sie wiederum identifizierte sich mit dieser Rolle so, dass sie anstelle ihres ursprünglichen Namens «Else» den der Prinzessin als Künstlernamen behielt. Im Februar 1918 sind beide in einem Vortrag Rudolf Steiners über das «Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst.» Elya ist begeistert und widmet ihr weiteres Leben als Schülerin Rudolf Steiners der Anthroposophie, Rilke ist skeptisch, wie er seinem Dichterkollegen Albert Steffen in einem anschließenden Gespräch gesteht. Noch kam es zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Rilke und Elya, doch dann führt der erste Brief an Rilke zu einer Einladung, vielen Begegnungen und einer Freundschaft, die sich in den insgesamt 155 Briefen spiegelt und über sieben Jahre fortsetzt. Rilke erlebt den Höhepunkt seiner späten Lyrik einsam im Walliser Schloss von Muzot und dankt in seinem letzten Brief Elya dafür, dass sie die «Hüterin seiner Einsamkeit» in München war. Elya Nevar wirkt als eine der großen Schauspielerinnen der Goetheanumbühne über Jahrzehnte in Dornach, so in «ihren» Rollen des Luzifer in Rudolf Steiners Mysteriendramen und der Helena in Goethes Faust.
Der Briefwechsel wird hier erstmals vollständig veröffentlicht, kommentiert und mit bisher unbekannten Dokumenten herausgegeben.

Link zur Seite des Verlags…

An der sonngewohnten Straße

An der sonngewohnten Straße, in dem
hohlen halben Baumstamm, der seit lange
Trog ward, eine Oberfläche Wasser
in sich leis erneuernd, still′ ich meinen
Durst: des Wassers Heiterkeit und Herkunft
in mich nehmend durch die Handgelenke.
Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich;
aber diese wartende Gebärde
holt mir helles Wasser ins Bewußtsein.

Also, kämst du, braucht ich, mich zu stillen,
nur ein leichtes Anruhn meiner Hände,
sei′s an deiner Schulter junge Rundung,
sei es an den Andrang deiner Brüste.

Neues vom jungen Dichter

Eine neue Ausgabe der „Briefe an einen jungen Dichter“ ergänzt Rilkes berühmte Schreiben um die Briefe des „jungen Dichters“ Franz Xaver Kappus selbst. Herausgeben und mit Kommentar und Nachwort von Erich Unglaub, Präsident der Rilke-Gesellschaft

Hier kommen Sie zur Produktseite beim Wallstein-Verlag.

Briefe an einen jungen Dichter
Mit den Briefen von Franz Xaver Kappus
Hg. und mit Kommentar und Nachwort von Erich Unglaub