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Am 9. Mai: Vortrag über das Hotel Foyot (Paris)

Vortrag über das Hotel Foyot in Paris: Am 9. Mai um 19.00 Uhr findet im Rathaus des 3. Pariser Arrondissements ein Vortrag mit Musik über das Hotel Foyot statt, ein Zentrum des intellektuellen Austauschs zwischen Deutschland und Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Organisiert von der Association Rainer Maria.

Mehr Informationen dazu hier!

Rilke-Masterclass an der Fondation Rilke

Rilke-Studierende und junge ForscherInnen aufgepasst: Prof. Dr. Christoph König veranstaltet an der Fondation Rilke im Sommer 2017 eine Masterclass „Wie Rilke lesen“ (14. bis 17. August, Sierre, Schweiz). Interessierte können sich bis zum 28.04. bewerben.

Die Veranstaltung bietet auch einen halbtägigen, geführten Besuch nach Raron (Museum und Grab Rilkes), zum Schloss Muzot und durch die Rilke-Ausstellung der Fondation Rilke.

Außerdem stellt die Fondation Rilke die Briefdatenbank und die Bibliothek der Fondation Rilke für Recherchen zur Verfügung!

Alles Weitere hinden Sie unter diesem Link:
http://fondationrilke.ch/wp-content/uploads/2017/03/f-rilke-flyerA4-masterclass-2017-web1.pdf

Blättert zurück in euren Tagebüchern. War da nicht immer um die Frühlinge eine Zeit, da das ausbrechende Jahr euch wie ein Vorwurf betraf? Es war Lust zum Frohsein in euch, und doch, wenn ihr hinaustratet in das geräumige Freie, so entstand draußen eine Befremdung in der Luft, und ihr wurdet unsicher im Weitergehen wie auf einem Schiffe. Der Garten fing an; ihr aber (das war es), ihr schlepptet Winter herein und voriges Jahr; für euch war es bestenfalls eine Fortsetzung.

Hier können Sie weiterlesen: […]

Aus: Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Wie haben Sie recht gehabt, so eingestanden und aufrichtig zu feiern. Dieses vertrauliche Fest ist nicht ganz leicht zu übergehen. Es ist nun einmal da in seinem alten Selbstbewußtsein und voll guten Gewissens, und sperrt man es aus, so kommt es durch Ritzen und Fugen herein, und auf einmal geht die Zeit doch damit hin, gutmütig, wie sie mit allem geht.

Aus einem Brief an Mathilde Vollmöller vom 31.12.1908

Wünsche

Solang der Wunsch schwach ist, ist er wie eine Hälfte und braucht das Erfülltwerden wie eine zweite Hälfte, um etwas Selbständiges zu sein. Aber Wünsche können so wunderbar zu etwas Ganzem, Vollem, Heilem auswachsen, das sich gar nicht mehr ergänzen läßt.

Aus einem Brief an Marietta Freiin von Nordeck zur Rabenau, 14. April 1910

[Den ganzen Brief gibt es hier:
http://www.rilke.de/briefe/140410.htm]

Abend „Rilke und der erste Weltkrieg“ in Paris

Ein Tipp für Rilke-Freunde in Paris: Die „Association Rainer Marie Rilke“ veranstaltet zusammen mit der Deutschen Botschaft Paris, dem Goethe-Institut Paris und dem Forum Culturel Autrichien Paris / Österreichisches Kulturforum Paris am 3. November 2016 eine soirée: „Rilke und der Erste Weltkrieg“:

Am Donnerstag, d. 3.  November, um 19:00 Uhr
Im Goethe-Institut Paris, 17 avenue d’Iéna 75116 Paris

Die Referenten Professor August Stahl, Experte für die poetischen Texte aus der Zeit des ersten Weltkrieges und Ehrenpräsident der Rilke-Gesellschaft, und Peter Por, Autor der Bücher „Als wärst du ein Zeichen Band I/ II“, erläutern diese Thematik erstmalig.

Rilke befand sich beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Leipzig. Des Weiteren arbeitete Rilke 1916, also vor hundert Jahren, als Soldat der österreichischen Armee im Kriegsarchiv in Wien.

Der Abend wird von dem Pianisten Tristan Pfaff musikalisch begleitet.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.rmrilke.org/

Reservierungen richten Sie bitte an: info@rmrilke.org

 

 

Neue Ausgabe der „Blätter“: Rilkes Florenz / Rilke im Welt-Bezug

Die neue Ausgabe der „Blätter der Rilke-Gesellschaft“ ist gerade erschienen und an die Mitglieder verschickt worden. Der Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen zu Rilkes Florenz-Aufenthalten, ihren Voraussetzungen und Folgen, sowie zu Rilkes poetischer und poetologischer Arbeit am Welt-Bezug seiner Dichtung. Die Abhandlungen werden durch Kurzbeiträge ergänzt. Wie in den vorhergehenden Bänden werden neue Dokumente von und zu Rilke mitgeteilt und neuere Arbeiten der Rilke-Forschung rezensiert.

Eine Übersicht sämtlicher Beiträge aus dem neuesten Band finden Sie, zusammen mit sämtlichen anderen in den „Blättern“ erschienenen Beiträgen, unter diesem Link.

Titelblatt Rilkes Florenz / Rilke im Weltbezug

Spaziergang

Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,
dem Wege, den ich kaum begann, voran.
So faßt uns das, was wir nicht fassen konnten,
voller Erscheinung, aus der Ferne an —

und wandelt uns, auch wenn wirs nicht erreichen,
in jenes, das wir, kaum es ahnend, sind;
ein Zeichen weht, erwidernd unserm Zeichen …
Wir aber spüren nur den Gegenwind.

Muzot, 1924

 

Die Rilke-Gesellschaft trauert um Hilde Heidelmann

Die Rilke-Gesellschaft trauert um Hilde Heidelmann, die nach schwerer Krankheit am 11. August 2016 im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern war sie von vielen Tagungen her vertraut; allen begegnete sie mit Offenheit, menschlicher Anteilnahme und Herzlichkeit. In Rilke-Kreisen war sie zudem durch die hervorragend edierten und kommentierten Briefe an Gräfin Mirbach-Geldern-Egmont 1918-1924 bekannt, ihre Dissertationsarbeit, die 2005 im Verlag Königshausen & Neumann erschien. In den Blättern der Rilke-Gesellschaft erschien zuletzt Frau Dr. Heidelmanns Beitrag zu Rilke im Werk von Cy Twombly. Ihr einfühlsamer Vortrag zu diesem Thema auf der Rilke-Tagung in Florenz (2014) wirkt in den Teilnehmern mit der Leuchtkraft von Twomblys Bildern fort. Im Graftschaftsmuseum der Stadt Wertheim betreute sie über viele Jahre den volkskundlichen Bereich und konzipierte erfolgreiche Ausstellungen. Das Leiden blieb ihr zuletzt nicht erspart. Ausdruck ihrer Tapferkeit und großen Lebensfreude ist das Rilke-Zitat, das über der Traueranzeige steht: „Vergessen Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit.“

Die Neue Zürcher Zeitung feiert Projekte aus der Rilke-Gesellschaft

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Dieser Überblick über neuere Rilke-Edition und Forschung aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 6. August  liest sich sie wie ein Rechenschaftsbericht der Rilke-Gesellschaft: Allein 6 Vorstandsmitglieder werden erwähnt, dazu die Projekte vieler Mitglieder wie Klaus Bohnenkamp und Alfred Hagemann.

Hier nur ein Auszug, über den letzten Band der „Blätter der Rilke-Gesellschaft“:

„Immer gehaltvoller sind seit einiger Zeit unter der der Herausgeberschaft von Jörg Paulus und Erich Unglaub die «Blätter der Rilke-Gesellschaft» geworden, deren 32. Jahrgang (2014) zwei Generalthemen gewidmet ist: Hier werden zunächst die Beiträge einer Tagung zu Rilkes Leben in der Schweiz wiedergegeben, die nach einem Überblick aus der Feder des Rilke-Biografen Ralph Freedman eine Reihe von auf den ersten Blick zwar disparaten, für Kenner des Werks, auch für die Laien darunter, aber höchst gehaltvolle Studien bieten: etwa zur Spiegelung der Figur Karls des Kühnen in den «Aufzeichnungen» (Thomas Richter) oder zur «Schweiz als Klangkörper» (Alexander Honold).

Die zweite Gruppe von Aufsätzen ist den – für die Literaturwissenschaft offensichtlich unerschöpflichen – «Sonetten an Orpheus» gewidmet, an denen z. B. Wolfram Groddeck die zyklische Ordnung untersucht, während Jan Röhnert Rilkes «Lied vom Meer» eine subtile Interpretation widmet, die das Gedicht im weiteren Bezug auf die deutsche Mittelmeer-Lyrik mit Oskar Loerke und Gottfried Benn konfrontiert, im engeren aber seinen Charakter als «Ur-Sonett an Orpheus» aufdeckt, «auf dem sozusagen die Tonleiter des späteren Zyklus gestimmt wird».“

Den ganzen Artikel finden Sie hier:
http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/fruchtbare-archive-fleissige-interpreten-rilke-und-kein-ende-ld.109377