Archiv der Kategorie: Allgemein

Rilke-Masterclass an der Fondation Rilke

Rilke-Studierende und junge ForscherInnen aufgepasst: Prof. Dr. Christoph König veranstaltet an der Fondation Rilke im Sommer 2017 eine Masterclass „Wie Rilke lesen“ (14. bis 17. August, Sierre, Schweiz). Interessierte können sich bis zum 28.04. bewerben.

Die Veranstaltung bietet auch einen halbtägigen, geführten Besuch nach Raron (Museum und Grab Rilkes), zum Schloss Muzot und durch die Rilke-Ausstellung der Fondation Rilke.

Außerdem stellt die Fondation Rilke die Briefdatenbank und die Bibliothek der Fondation Rilke für Recherchen zur Verfügung!

Alles Weitere hinden Sie unter diesem Link:
http://fondationrilke.ch/wp-content/uploads/2017/03/f-rilke-flyerA4-masterclass-2017-web1.pdf

Blättert zurück in euren Tagebüchern. War da nicht immer um die Frühlinge eine Zeit, da das ausbrechende Jahr euch wie ein Vorwurf betraf? Es war Lust zum Frohsein in euch, und doch, wenn ihr hinaustratet in das geräumige Freie, so entstand draußen eine Befremdung in der Luft, und ihr wurdet unsicher im Weitergehen wie auf einem Schiffe. Der Garten fing an; ihr aber (das war es), ihr schlepptet Winter herein und voriges Jahr; für euch war es bestenfalls eine Fortsetzung.

Hier können Sie weiterlesen: […]

Aus: Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Neue Ausgabe der „Blätter“: Rilkes Florenz / Rilke im Welt-Bezug

Die neue Ausgabe der „Blätter der Rilke-Gesellschaft“ ist gerade erschienen und an die Mitglieder verschickt worden. Der Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen zu Rilkes Florenz-Aufenthalten, ihren Voraussetzungen und Folgen, sowie zu Rilkes poetischer und poetologischer Arbeit am Welt-Bezug seiner Dichtung. Die Abhandlungen werden durch Kurzbeiträge ergänzt. Wie in den vorhergehenden Bänden werden neue Dokumente von und zu Rilke mitgeteilt und neuere Arbeiten der Rilke-Forschung rezensiert.

Eine Übersicht sämtlicher Beiträge aus dem neuesten Band finden Sie, zusammen mit sämtlichen anderen in den „Blättern“ erschienenen Beiträgen, unter diesem Link.

Titelblatt Rilkes Florenz / Rilke im Weltbezug

Die Rilke-Gesellschaft trauert um Hilde Heidelmann

Die Rilke-Gesellschaft trauert um Hilde Heidelmann, die nach schwerer Krankheit am 11. August 2016 im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern war sie von vielen Tagungen her vertraut; allen begegnete sie mit Offenheit, menschlicher Anteilnahme und Herzlichkeit. In Rilke-Kreisen war sie zudem durch die hervorragend edierten und kommentierten Briefe an Gräfin Mirbach-Geldern-Egmont 1918-1924 bekannt, ihre Dissertationsarbeit, die 2005 im Verlag Königshausen & Neumann erschien. In den Blättern der Rilke-Gesellschaft erschien zuletzt Frau Dr. Heidelmanns Beitrag zu Rilke im Werk von Cy Twombly. Ihr einfühlsamer Vortrag zu diesem Thema auf der Rilke-Tagung in Florenz (2014) wirkt in den Teilnehmern mit der Leuchtkraft von Twomblys Bildern fort. Im Graftschaftsmuseum der Stadt Wertheim betreute sie über viele Jahre den volkskundlichen Bereich und konzipierte erfolgreiche Ausstellungen. Das Leiden blieb ihr zuletzt nicht erspart. Ausdruck ihrer Tapferkeit und großen Lebensfreude ist das Rilke-Zitat, das über der Traueranzeige steht: „Vergessen Sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit.“

Die Neue Zürcher Zeitung feiert Projekte aus der Rilke-Gesellschaft

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Dieser Überblick über neuere Rilke-Edition und Forschung aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 6. August  liest sich sie wie ein Rechenschaftsbericht der Rilke-Gesellschaft: Allein 6 Vorstandsmitglieder werden erwähnt, dazu die Projekte vieler Mitglieder wie Klaus Bohnenkamp und Alfred Hagemann.

Hier nur ein Auszug, über den letzten Band der „Blätter der Rilke-Gesellschaft“:

„Immer gehaltvoller sind seit einiger Zeit unter der der Herausgeberschaft von Jörg Paulus und Erich Unglaub die «Blätter der Rilke-Gesellschaft» geworden, deren 32. Jahrgang (2014) zwei Generalthemen gewidmet ist: Hier werden zunächst die Beiträge einer Tagung zu Rilkes Leben in der Schweiz wiedergegeben, die nach einem Überblick aus der Feder des Rilke-Biografen Ralph Freedman eine Reihe von auf den ersten Blick zwar disparaten, für Kenner des Werks, auch für die Laien darunter, aber höchst gehaltvolle Studien bieten: etwa zur Spiegelung der Figur Karls des Kühnen in den «Aufzeichnungen» (Thomas Richter) oder zur «Schweiz als Klangkörper» (Alexander Honold).

Die zweite Gruppe von Aufsätzen ist den – für die Literaturwissenschaft offensichtlich unerschöpflichen – «Sonetten an Orpheus» gewidmet, an denen z. B. Wolfram Groddeck die zyklische Ordnung untersucht, während Jan Röhnert Rilkes «Lied vom Meer» eine subtile Interpretation widmet, die das Gedicht im weiteren Bezug auf die deutsche Mittelmeer-Lyrik mit Oskar Loerke und Gottfried Benn konfrontiert, im engeren aber seinen Charakter als «Ur-Sonett an Orpheus» aufdeckt, «auf dem sozusagen die Tonleiter des späteren Zyklus gestimmt wird».“

Den ganzen Artikel finden Sie hier:
http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/fruchtbare-archive-fleissige-interpreten-rilke-und-kein-ende-ld.109377

 

Vorläufiges Programm für Gdańsk

Für die Rilke-Tagung in Gdańsk ist das vorläufige Programm fertig! http://www.rilke.ch/?page_id=623

 

8 Einreichungen für das Nachwuchspanel in Gdańsk.

Bis gestern haben wir 8 Exposés für das Nachwuchspanel „Rilke und das Reisen“ auf der Rilke-Tagung in Gdańsk im September erhalten! Jetzt kommen die Exposés in ein anonymes Reviewverfahren. Die Entscheidung teilen wir zum 17. 5. mit.

339 neue Rilke-Briefe

Seit 2006 bietet die Rilke-Gesellschaft eine Übersicht von Rilkes gesamtem Briefwerk zum Download an. Eine neue Fassung dieser Konkordanz steht nun bereit: Peter Oberthür konnte die letzte Version von 2014 um 339 Briefe und zahlreiche Zusatzinformationen ergänzen. Die neuen Briefe stammen zum Großteil aus neuen Buchausgaben, aber auch etwa von privaten Sammlern, die ihre Schätze noch nicht veröffentlicht haben.

Die aktuelle Fassung steht nun auf der Website der Rilke-Gesellschaft zum Download bereit, als Excel-Datei [http://www.rilke.ch/Briefkonkordanz/Konkordanz2016.xlsx] oder PDF [http://www.rilke.ch//Briefkonkordanz/Konkordanz2016.pdf].

Wer die gesamte Übersicht der zusammen gut 10.500 Briefe, Karten, Telegramme, Rohrpostbriefe und sonstigen Nachrichten ausdrucken will, sollte aber bedenken: die Tabelle umfasst 569 Seiten!

Rilke-Rezeption bei zeitgenössischen Künstlern

Rilke inspiriert auch heute noch die bildende Kunst. Das zeigt gerade wieder eine opulente Ausstellung im Kulturgut Quellenhof im Altenburger Land, die bis zum 26. Januar läuft. Für alle, die es nicht mehr rechtzeitig dorthin schaffen, gibt es einen Katalog unter folgendem Link: http://goo.gl/bK8hfw

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Das Rilke-Forum ist wieder online!

Als Facebook 2004 gegründet wurde, gab es das Rilke-Forum schon seit zwei Jahren. Heute werden die guten alten „Foren“ zwar vom Erfolg „sozialer“ Medien wie Facebook in den Schatten gestellt. In Sachen Niveau und Nachhaltigkeit aber sind sie noch immer der Kommunikation durch Facebook-Posts, Likes und Kommentare weit überlegen.

Rilke-Freunde können dies nun wieder durch einen Besuch des Rilke-Forums erleben. Es umfasst über 10.000 Beiträge zu Rilkes Leben und Werk aus 13 Jahren. Leider war es über fast ein Jahr wegen technischer Probleme nicht zu erreichen. Nun konnten wir es aber fast vollständig „wiederbeleben“. Alle sind eingeladen auf einen etwas elaborierteren Austausch über Rilke in der – wenn man das für ein Internetangebot sagen darf – schön altmodischen Form des Forums.

Diskutieren Sie uns also mit unter http://www.rilke.de/phpBB3!