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die erste Freundin ?
Verfasst: 13. Apr 2005, 07:08
von Alia
Hallo,
Rainer hatte viele Frauen als Geliebte und Freundinnen, wer aber war die
erste geliebte Freundin des kleinen Renèe Marie Rilkes ? Weiss das hier zufällig jemand ?
Alia

Die erste Freundin
Verfasst: 13. Apr 2005, 16:56
von Arena
Liebe Alia,
im Sommer 1885 hatte der damals neunjährige René eine Spielgefährtin mit dem schonen Namen Amélie - er verlebte die Sommerwochen in Canale mit seiner Mutter. Meines WIissens taucht der Name später in einem Gedicht auf, ich finde es aber nicht so schnell.
Dies fürs erste: Renée (Arena)
Resignation
Verfasst: 13. Apr 2005, 20:31
von Barbara
Hallo Renée, hallo Alia,
gerade habe ich das Gedicht "Resignation" ins Forum gestellt. Auch darin gibt es eine Amélie . Ob es sich um die gleiche handelt ? Was meinst Du, Renée ?
Hier der Link zum Gedicht:
viewtopic.php?p=3881#p3881
Liebe Grüße von Barbara

Re: die erste Freundin ?
Verfasst: 4. Dez 2025, 01:29
von MLK4
Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich diesen älteren Thread noch einmal aufgreife – ich beschäftige mich gerade intensiver mit Rilkes früher Biografie und finde die Frage nach seiner ersten „Freundin“ im Sinne einer kindlichen, noch unverbindlichen Zuneigung wirklich spannend.
Falls Amélie tatsächlich die Spielkameradin aus dem Sommer 1885 war, würde mich interessieren, ob Rilke später selbst einmal angedeutet hat, welche Bedeutung diese frühe Nähe für sein späteres Leben oder Schreiben hatte. Man liest ja oft, dass seine späteren Beziehungen stark von seinen ersten Erfahrungen mit Nähe und Rückzug geprägt wurden – und solche Muster entstehen manchmal schon sehr früh.
Nebenbei merke ich gerade selbst, wie gut es tun kann, neue Menschen kennenzulernen – wer in Zürich unterwegs ist, findet dafür zum Beispiel hier eine Möglichkeit:
Singlelounge.ch für Dates in Zürich.
Weiß jemand, ob er diese Amélie später jemals wieder erwähnt oder reflektiert hat?
Re: die erste Freundin ?
Verfasst: 4. Dez 2025, 17:32
von stilz
Hallo,
der Rilke-Chronik entnehme ich, daß das Gedicht "Resignation", auf das Barbara hingewiesen hat, aus dem Mai 1888 stammt - es könnte sich also durchaus um dieselbe Amélie handeln.
Ob Rilke sie später noch einmal erwähnt, weiß ich leider nicht.
Herzlich,
stilz
- Resignation
Bleischwer fließet mir das Leben
ohne sie dahin, -
und mein freudenloses Streben
hat nur sie im Sinn. -
Ach mein Herz ist dir so offen
holdes teures Kind
laß mich jetzo nur im Stillen hoffen
daß wir glücklich sind.
Was sind mir die Freuden des Lebens o! sieh
ohne dich mein liebes Mädchen
ohne dich oh teure Amélie.