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Re: RilkeCD

Verfasst: 30. Sep 2026, 13:06
von helle
Eins der in diesem verstaubten ›thread‹ vorgetragenen Argumente, das nicht allein vom Gefühl ausgeht, stammt von »helen«:
Was mich aber auch stört, ist, dass manche Textzeilen wiederholt werden. Das sind dann eigentlich nicht mehr die Originalgedichte. Durch die Wiederholung von Zeilen kann man meiner Meinung nach schon den Sinn eines Gedichtes verändern.
Die Wort- oder Verswiederholung kann den Sinn verändern, unbedingt, aber das muß ja nicht in jedem Fall negativ sein. Hier ist eine Passage aus Hofmannsthals Jedermann, interpretiert von Philipp Hochmair. Er wiederholt u. läßt aus u. trägt den Text überaus willkürlich vor. Das Resultat ist für mein Empfinden einfach umwerfend, nie ist mir Hofmannsthal so nah gewesen.

https://www.ardmediathek.de/video/inas- ... WYxOTg4MGU

Re: RilkeCD

Verfasst: 4. Okt 2026, 17:21
von rhymeu
Die Diskussion über Vertonungen erinnert mich daran, wie stark sich ein Gedicht verändert, wenn man Reim, Metrum und Vortrag getrennt betrachtet. Beim Vergleich lohnt es sich, zuerst die Klangwiederholungen im Text zu markieren und dann zu hören, welche davon die Interpretation betont. Für eigene kleine Gelegenheitsgedichte kann man denselben Schritt nutzen: erst Anlass und Ton festlegen, dann die Reimform wählen.

Offenlegung: Wir sind das RhymeU-Team, unabhängige Entwickler, und bauen ein mehrsprachiges Werkzeug für personalisierte Gedichte.
https://rhymeu.com

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