Archiv der Kategorie: Allgemein

Das Rilke-Forum ist wieder online!

Als Facebook 2004 gegründet wurde, gab es das Rilke-Forum schon seit zwei Jahren. Heute werden die guten alten „Foren“ zwar vom Erfolg „sozialer“ Medien wie Facebook in den Schatten gestellt. In Sachen Niveau und Nachhaltigkeit aber sind sie noch immer der Kommunikation durch Facebook-Posts, Likes und Kommentare weit überlegen.

Rilke-Freunde können dies nun wieder durch einen Besuch des Rilke-Forums erleben. Es umfasst über 10.000 Beiträge zu Rilkes Leben und Werk aus 13 Jahren. Leider war es über fast ein Jahr wegen technischer Probleme nicht zu erreichen. Nun konnten wir es aber fast vollständig „wiederbeleben“. Alle sind eingeladen auf einen etwas elaborierteren Austausch über Rilke in der – wenn man das für ein Internetangebot sagen darf – schön altmodischen Form des Forums.

Diskutieren Sie uns also mit unter http://www.rilke.de/phpBB3!

Rilke-Treffen in London

Das Rilke-Treffen 2015 wird vom Mittwoch, d. 16. September bis Freitag, d. 18. September 2015 in London stattfinden. Tagungsort ist das Senate House der University of London, im Stadtteil Bloomsbury, in unmittelbarer Nachbarschaft des British Museum.

Hier finden Sie die genaue Adresse und Links zu Hotels in allen Preiskategorien.

Mehr zum Rilke-Treffen in London folgt in einigen Wochen.

Blätter der Rilke-Gesellschaft: Rilke in Bern – Sonette an Orpheus

Die neue Ausgabe der „Blätter“ ist erschienen und an die Mitglieder verschickt worden. Sie ist auch im Buchhandel und über den Wallstein Verlag erhältlich.

Titelblatt - Blätter der Rilke-Gesellschaft, Band 32

Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf Untersuchungen zu Rilkes Dichtungen aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, den »Sonetten an Orpheus« und den Werken, die im Umfeld seiner Aufenthalte in Bern entstanden sind. Die Abhandlungen werden durch Kurzbeiträge ergänzt. Wie in den vorhergehenden Bänden werden auch bislang unveröffentlichte Briefe Rilkes mitgeteilt und neuere Publikationen rezensiert.

Der Band ist i.A. der Rilke-Gesellschaft herausgegeben von Erich Unglaub und Jörg Paulus.
408 Seiten, 11 Abb., broschiert.

 

Aus dem Inhalt

Rilke in Bern

  • Jörg Neugebauer: Auf dem Weg zur Tagung
  • Ralph Freedman: Rilkes Leben in der Schweiz
  • Franziska Kolp: Rilkes Besuche im Historischen Museum Bern und die Entdeckung der Shawls
  • Eva Meineke: Gewebe, Teppich, Shawl in den Berner Gedichten und im Malte
  • Rosmarie Zeller Die Verwandlung der Seerosen ins Gedicht. Zu Rilkes Gedicht Nénuphar
  • Thomas Richter: Textgenese und ikonographische Tradition – »Karls des Kühnen Untergang« in den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
  • Alexander Honold: Ur-Geräusch und Felsenkessel. Die Schweiz als Klangkörper
  • Irmgard M. Wirtz: Verlorene Söhne bei Rilke, Gide und Walser
  • August Stahl: »cet été de notre amour«. Abelone und der Goldregen im Park von Ulsgaard
  • Antonia Egel: »Des Armen Haus ist wie des Kindes Hand«. Gefäß und Getränk oder Leere und Fülle in Rilkes Dichtung
  • Gabriela Wacker: Poetik der Gelassenheit. Zur mystischen und poetologischen Fundierung von Rilkes Armut-Konzeption
  • Anna Zsellér: Der Gleichmut der Fontäne. Die Poetik des Verzichts beim späten Rilke

Sonette an Orpheus

  • Wolfram Groddeck: »Heiter und verteilt«. Zyklische Ordnung und metrische Metamorphose in den Sonetten an Orpheus
  • Thomas Martinec: »In Wahrheit singen, ist ein andrer Hauch.«. Musik und Verwandlung in Rilkes Sonetten an Orpheus
  • Magdolna Orosz: »Wann aber sind wir?« – Poetik und Existenzproblematik in Rilkes Sonetten an Orpheus (I,3 und II, 29)
  • Jan Röhnert: Das Ur-Sonett an Orpheus? Rilkes Lied vom Meer
  • Philipp Weber: Sternische Verbindungen. Zur Rettung der Phänomene in Rilkes Sonetten an Orpheus
  • Kristin Bischof: Fortschrittskritik oder Reflexion über Dichtung? Die Sonette II.9 und II.11
  • Vera Hauschild, Raoul Walisch: Berichte zu Werkstattgesprächen im Rahmen des Treffens der Rilke-Gesellschaft in Freiburg i.Br.

Beiträge

  • Peter Por: »Der [defigurierten] Figur zu glauben«. Zur Eigenart von Rilkes poetischer Einbildungskraft
  • Eberhard Fischer: »Die Tänzerin« – ein indisches Bild im Besitz von Rainer Maria Rilke auf Château Muzot
  • David Österle: » … daß wir an diesem beinah sterben«. Zu Rilkes Gedicht An die Frau Prinzessin M. von B.
  • Gustav Landgren: Sprachkritik in Rilkes Gedichtsammlung Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.
  • Jörg Adam: Von Ulsgaard nach Wolfsegg – Rilke-Spuk im Werk Thomas Bernhards

Dokumentation

  • Karin Wais: Rilkes Briefe an Pia und Giustina Valmarana (Teil 3)
  • Cornelia Pechota: Ein später Brief Rilkes und seine Valéry-Übertragung »Tante Berthe«
  • Rilkes Briefe an Anna von Münchhausen 1913–1917. Herausgegeben von Theo Neteler
  • Simona Noreik und Erich Unglaub: Zu Carl Jacob Burckhardt. Eine kleine Nachlese

Rezensionen

  • Marginalien zur Rilke-Literatur (Bern September 2012) (August Stahl)
  • Einblicke in die Entstehung von Rilkes Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Zur »textgenetischen« Faksimile-Edition des Berner Taschenbuchs (Wolfram Groddeck)
  • Johannes Wich-Schwarz: Transformation of Language and Religion in Rainer Maria Rilke (Erika Otto)
  • Roland Ruffini: Vier Gestalten der Bibel in Rilkes »Neuen Gedichten« (Magdolna Orosz)
  • Rilke po polsku. Hrsg. von Joanna Kulas und Mikolaj Golubiewski. Wydawnictwo Uniwersytetu Warszawskiego (Marta Zareba)
  • Claire Goll, Yvan Goll, Paula Ludwig: »Nur einmal noch wird ich dir untreu sein« (Erich Unglaub)
  • Michel Itty und Silke Schauder: Rainer Maria Rilke. Inventaire – Ouvertures. Lille, Presses Universitaires du Septentrion (Béatrice Chémama-Steiner)

Mitteilungen

  • Nachruf auf Ulrich Fülleborn (Manfred Engel)
  • Nachruf auf Rätus Luck (August Stahl)
  • Nachruf auf Renate Scharffenberg (Vera Hauschild)

Trauer um Christoph Sieber-Rilke

Die Internationale Rainer Maria Rilke-Gesellschaft

trauert um ihren Schirmherrn

Christoph Sieber-Rilke

geb. 27. August 1933 in Weimar, gest. 20. Juni 2014 in Gernsbach.

Er war immer ein aufmerksamer Gesprächspartner,
ein wohlwollender Förderer, ein 
Freund.

Für den Vorstand der Rilke-Gesellschaft: Erich Unglaub

Schließlich steht auf den Herzen, wie auf gewissen Medizinen: vor dem Einnehmen zu schütteln, ich bin die letzten Jahre immerzu geschüttelt worden, aber nie eingenommen.

Aus einem Brief an Elsa Bruckmann, 14.12.1911

Es liegt viel Schnee, aber die Losung heißt: „Tauen!“, und die Sonne hat schon da und dort eine braune Stelle gegenüber, die schlaftrunken antwortet, – nicht mehr cette lumineuse absence blanche et uni. Wie sind wir doch gebunden in alles dies, mein Gott, wie gehts uns an!

Aus einem Brief an Nanny Wunderly-Volkhart vom 6. Februar 1923